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Hundeohren reinigen: So geht es richtig – und wann zum Tierarzt

Nicht jeder Hund braucht regelmäßige Ohrreinigung. Wie du die Ohren sicher säuberst, warum Wattestäbchen tabu sind, welche Rassen anfälliger sind und woran du eine Ohrentzündung erkennst.

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LifeVital Redaktion
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3 Min.

Das Wichtigste in Kürze: Nicht jeder Hund muss die Ohren regelmäßig gereinigt bekommen – zu häufiges Reinigen reizt den Gehörgang und kann Infektionen fördern. Wenn nötig, reinige mit einem hundegeeigneten Ohrreiniger und Watte/Kompresseniemals mit Wattestäbchen (Verletzungs-/Verstopfungsgefahr). Rote, geschwollene, riechende oder schmerzhafte Ohren deuten auf eine Ohrentzündung hin – dann nicht selbst reinigen, sondern zum Tierarzt. Besonders Schlappohr-Rassen und Hunde, die viel schwimmen, sind anfälliger.

Braucht mein Hund überhaupt Ohrreinigung?

Gesunde Ohren reinigen sich weitgehend selbst. Regelmäßiges Säubern ist nur nötig, wenn sich sichtbar Schmalz/Schmutz ansammelt oder der Tierarzt es empfiehlt (z. B. bei anfälligen Rassen). Über-Reinigung reizt den Gehörgang, stört das natürliche Milieu und kann Entzündungen sogar begünstigen. Die Devise lautet also: so wenig wie möglich, so viel wie nötig.

Welche Hunde sind anfälliger?

Ein höheres Risiko für Ohrprobleme haben:

  • Schlappohr-Rassen (z. B. Cocker Spaniel, Basset) – weniger Luftzirkulation, feucht-warmes Milieu
  • Hunde mit viel Haar im Gehörgang (z. B. Pudel)
  • Hunde, die viel schwimmen/baden (Feuchtigkeit im Ohr)
  • Hunde mit Allergien – wiederkehrende Ohrentzündungen sind oft ein Allergie-Zeichen

Bei diesen Hunden lohnt die regelmäßige Kontrolle (nicht automatisch Reinigung).

Schritt für Schritt (sanft)

  1. Ohrreiniger (veterinärgeeignet) in den Gehörgang geben.
  2. Den Ohransatz ca. 30 Sekunden sanft massieren – es entsteht ein „schmatzendes" Geräusch, das Schmutz löst.
  3. Den Hund schütteln lassen.
  4. Sichtbaren Schmutz mit Watte oder Kompresse außen abnehmen (nur so tief, wie du siehst).
  5. Mit Lob/Leckerli belohnen.

Nicht verwenden: Wattestäbchen (können das Trommelfell verletzen oder Schmutz tiefer schieben), Wasserstoffperoxid oder Alkohol (reizen, besonders bei entzündeter Haut). Auch Wasser allein reinigt nicht gut und bleibt zurück.

Anzeichen für eine Ohrentzündung

  • Rötung, Schwellung, Wärme
  • hefiger/übler Geruch
  • dunkles/reichliches Sekret
  • Kopfschütteln, Kratzen, Kopfschiefhaltung, Schmerz beim Berühren

Bei diesen Zeichen: nicht selbst reinigen – erst zum Tierarzt. Hinter einer Ohrentzündung stecken oft Bakterien/Hefepilze, Allergien oder Parasiten (z. B. Ohrmilben), die gezielt behandelt werden müssen. Reinigen auf eigene Faust kann eine entzündete Haut zusätzlich reizen.

Wann zum Tierarzt?

  • Verdacht auf Ohrentzündung (siehe oben)
  • wiederkehrende Ohrprobleme (mögliche Allergie-Ursache – dann wird die Grundursache behandelt)
  • Unsicherheit, ob das Trommelfell intakt ist (dann dürfen bestimmte Reiniger nicht verwendet werden)

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich die Ohren meines Hundes reinigen?

Nur so oft wie nötig. Gesunde Ohren reinigen sich meist selbst; regelmäßiges Säubern ist nur bei sichtbarer Verschmutzung oder auf tierärztlichen Rat sinnvoll. Zu häufiges Reinigen reizt den Gehörgang und kann Infektionen fördern.

Darf ich Wattestäbchen für die Hundeohren benutzen?

Nein. Wattestäbchen können das Trommelfell verletzen oder Schmutz tiefer in den Gehörgang schieben. Verwende einen hundegeeigneten Ohrreiniger und reinige nur den äußeren, sichtbaren Bereich mit Watte oder einer Kompresse.

Woran erkenne ich eine Ohrentzündung beim Hund?

An Rötung, Schwellung, üblem Geruch, vermehrtem Sekret sowie Kopfschütteln, Kratzen oder Schmerz. Dann sollte das Ohr nicht selbst gereinigt, sondern tierärztlich untersucht werden, da meist Bakterien, Hefepilze, Allergien oder Milben dahinterstecken.

Warum haben Schlappohr-Hunde häufiger Ohrprobleme?

Weil die herabhängende Ohrmuschel die Luftzirkulation behindert und ein feucht-warmes Milieu schafft, in dem sich Bakterien und Hefen wohlfühlen. Deshalb lohnt bei diesen Rassen die regelmäßige Kontrolle – gereinigt wird aber nur bei Bedarf.

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Quellen

  • VCA Animal Hospitals: Ear Cleaning and Administering Ear Medication in Dogs. vcahospitals.com
  • American Kennel Club: How to Clean a Dog's Ears Safely. akc.org

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei roten, schmerzhaften oder riechenden Ohren wende dich vor dem Reinigen an deinen Tierarzt.